Stolpern erwünscht

Unsere neue Heimat ist eine wunderschöne kleine Stadt, über die wir bestimmt noch mehr berichten werden. Aber auch hier wird Geschichte geschrieben, und nicht immer nur erbauliche, charmante Geschichte. Diese Woche wurde an ein düsteres Kapitel erinnert und das ist gut so. Wir waren dabei:

Wer durch Deutschland und Europa reist, stolpert seit 20 Jahren immer wieder über beschriftete Steine, die vom Nazi-Terror erzählen. 80.000 dieser „Stolpersteine“ hat der Künstler Gunter Demnig mittlerweile verlegt – vier von ihnen erinnern nun auch in Wilster an eine Zeit, in der es ein Verbrechen war, Sozialdemokrat, Kommunist oder Zeuge Jehova zu sein. Dieser ehrliche Umgang mit der eigenen Geschichte werde künftige Besucher positiv beeindrucken, ist sich Initiator Carsten Schröder sicher. Wer heute Wilster besucht, wird also nicht nur das Alte Rathaus von 1585 besichtigen und seine alten Geschichten hören, sondern zwangsläufig auch die von Hans Prox, Heinrich Krützer und dem Ehepaar Bielenberg. Schon Goethe wusste: „Reisen belebt, berichtigt, belehrt und bildet“.

Wer mehr über die Aktion “STOLPERSTEINE” des Künstlers Gunter Demnig erfahren möchte, kann das hier tun: (Nur 120 Euro kostet eine Patenschaft für die Herstellung und Verlegung eines Stolpersteins…)

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